Dialektwort der Woche: Der Zvieri 🥪 In der Deutschschweiz nennt man die kleine Zwischenmahlzeit am Nachmittag „Zvieri" – traditionell eingenommen um vier Uhr. Das Wort ist eine mundartliche Zusammenziehung aus „zu vieri", also „zu vier Uhr" – „vieri" ist die Schweizer Mundartform von „vier". Sein Geschwisterwort heißt „Znüni": die Zwischenmahlzeit um neun Uhr morgens, nach demselben Muster gebildet („zu neuni").…
BUTTERVOGEL 🦋
Der Kanal für vergessene Worte, Gedichte und Zitate der deutschen Sprache. Zum Schutz und zur Bewahrung deutscher Kultur.
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Glück 🍀 Glück ist gar nicht mal so selten, Glück wird überall beschert, vieles kann als Glück uns gelten, was das Leben uns so lehrt. Glück ist jeder neue Morgen, Glück ist bunte Blumenpracht, Glück sind Tage ohne Sorgen, Glück ist, wenn man fröhlich lacht. Glück ist Regen, wenn es heiß ist, Glück ist Sonne nach dem Guss, Glück ist, wenn ein Kind ein Eis isst, Glück ist auch ein lieber Gruß. Glück ist Wärme, wenn es…
Das Wort zum Sonntag! ❤️ Ein Techtelmechtel klingt harmlos-charmant – dabei steckt in seiner Geschichte ein regelrechtes Geheimnis. Das Wort ist seit dem 19. Jahrhundert belegt und geht auf das ältere österreichische „Dechtlmechtl" (Ende des 18. Jahrhunderts) zurück, das ein geheimes Einverständnis bezeichnete. Die genaue Herkunft gilt als ungeklärt, meist wird sie jedoch auf das italienische „a teco meco"…
Quelle: Einleitung zu „Über die Kawi-Sprache auf der Insel Java" (1836) – Humboldts berühmteste sprachphilosophische Aussage und bis heute einer der meistzitierten Sätze der deutschen Sprachwissenschaft. Wilhelm von Humboldt (1767–1835), Sprachforscher und jüngerer Bruder des Naturforschers Alexander von Humboldt, widmete sein Spätwerk der Frage, wie eng Sprache und Denken miteinander verbunden sind. Für ihn war…
Dialektwort der Woche: Die Grumbeer 🥔 In der Pfalz, im Saarland und in Baden sagt man nicht „Kartoffel", sondern „Grumbeer" oder „Grumbeere" – wörtlich übersetzt „Grundbirne", weil die Knolle im Boden („Grund") wächst und ungefähr die Form einer Birne hat. Der Name setzte sich seit dem 18. Jahrhundert durch, um die Kartoffel von der ähnlich benannten Topinambur (damals „Erdapfel" genannt) zu unterscheiden. Je nach…
Das Wort zum Sonntag! „Nur gemach, nur gemach!" – wer diesen Zuruf noch kennt, kennt ein Wort, das aus unserem heutigen Sprachgebrauch fast verschwunden ist. Ursprünglich war „gemach" ein Adjektiv: Das althochdeutsche „gimah" (8. Jahrhundert) bedeutete passend, geeignet, bequem – eine Bildung zum Verb „machen", das damals noch zusammenfügen, zusammenbringen hieß. Gemach meinte also wörtlich das, was sich gut fügt,…